Die vorhandene Stahlwanne wurde entkalkt, fein angeschliffen, entfettet und mit lösemittelarmer 2K-Beschichtung neu versiegelt. Kleine Abplatzer füllte ein Keramik-Reparaturset. Das spart Schutt, Lärm, Geld und vermeidet spätere Abdichtungsrisiken. Eine rutschhemmende Zone erhöht Sicherheit ohne Gummimatten. Nachhärtung, Pflegeroutine und Belüftung wurden dokumentiert, damit die Oberfläche lange schön bleibt. So entsteht frische Haptik und Optik bei minimalem Materialeinsatz und überzeugend kurzer Ausfallzeit des Badezimmers.
Statt Fliesenabschlag kam ein diffusionsoffener Kalkputz inklusive feinem Marmorstaub zum Einsatz, der Unebenheiten ausgleicht und Feuchte reguliert. Ein mineralischer Haftgrund sichert Verbindung, ein Seifenschluss macht die Fläche wischfest. Die leichte Wolkigkeit erzeugt Tiefe, kaschiert Altflecken und bleibt reparierbar. Punktuelle Risse lassen sich lokal überarbeiten, ohne großflächig zu sanieren. Dadurch bleibt die Substanz im Kreislauf, während die Raumwirkung heller, ruhiger und eleganter wird.
Eine ausrangierte Zimmertür mit geschlossener Füllung wurde zur Waschtischplatte. Schnittkanten erhielten Kantenleisten aus Restholz, die Oberfläche Leinöl und Carnaubawachs. Gusseisenböcke vom Flohmarkt tragen die Platte, Siphon und Eckventile sind sichtbar und leicht zugänglich. Reparaturen gelingen schnell, weil nichts verkleidet ist. Das Ensemble wirkt erdig, funktional und ehrlich, verbindet Vergangenheit und Gegenwart, und bleibt bei Umzug in wenigen Handgriffen demontierbar und weiter nutzbar.
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